Fahrverbot für Lastkraftwagen an Sonn- und Feiertagen (in der Zeit von 00:00 Uhr bis 22:00 Uhr am Geltungstag):

Betrifft jeden Solo-Lkw über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
und jeden leichten LKW/Transporter, sobald er einen Hänger am Haken hat.

Fakt ist:

"Fahrverbot nicht respektiert" lautet jede dritte Beanstandung bei sonntäglichen
Lkw-Straßenkontrollen der Ordnungshüter.
Zu rechnen ist dann mit einer Untersagung der Weiterfahrt, einem Regel-Bußgeld
von 40 Euro für den Fahrer und von 200 Euro für den Halter sowie einer Eintragung beider
in die Verkehrssünderkartei des Kraftfahrt-Bundesamts.

"An Sonn- und Feiertagen dürfen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen sowie Anhänger hinter Lastkraftwagen nicht verkehren."

So heißt es wörtlich in Paragraph 30 der Straßenverkehrsordnung (StVO).
Doch was ist beim heutigen Stand der Technik und des Verkehrsrechts als "Lastkraftwagen" anzusehen und was nicht?

Schwer ist es, für jeden Fall die zutreffende Antwort auf diese Frage zu finden.

Eine erste Antwort gibt nicht etwa das Güterkraftverkehrsrecht, sondern Paragraph 4 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Er besagt, dass Kraftfahrzeuge
als Lkw gelten, wenn sie "nach ihrer Bauart und Einrichtung zur Beförderung von Gütern bestimmt sind".

Für den klassischen Lastkraftwagen – aber nur für ihn – sind damit alle Fragen gelöst:

Bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen ist er vom Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen befreit, sofern er solo und nicht mit einem Anhänger am Haken bzw. im Kupplungsmaul zum Einsatz kommt.